Stromnetze in Deutschland: Hintergründe & Funktionsweise

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Stromnetze sind für die Versorgung mit Energie unerlässlich – sei es zur Übertragung von Strom für und große Industrieunternehmen oder für Privatverbraucher. Als verbindendes Element der Stromerzeugung, -umwandlung, -verteilung und auch der -lieferung sind die Stromnetze für die Stabilität und Versorgungssicherheit eines jeden Landes zwingend notwendig. Doch wie genau funktioniert das? Welche Arten von Stromnetzen gibt es in Deutschland? Und wie spielen sie zusammen? Im Blogbeitrag beantworten wir diese Fragen. Vorab sei verraten: Eine Unterscheidung in Privat- und bzw. gibt es dabei nicht.

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Stromnetze für Industriestrom, Gewerbestrom & Strom für Privathaushalte: Was sind die Unterschiede?

Wir haben auf unserem Blog schon viel über den Energieeinkauf, die Erzeugung und Stromanbieter für Gewerbegesprochen. Aber wie kommt der erzeugte Strom eigentlich in die Privathaushalte bzw. zu Gewerbe- und Industriebetrieben? Die Antwort ist einfach; Natürlich über Stromnetze. Tatsächlich ist die Aufgabe der Stromnetze jedoch komplexer, denn sie transportieren nicht nur einfach elektrische Energie, sie sind ein zentraler Knotenpunkt: Ganz allgemein werden unter den Begriff Stromnetz nämlich elektrische Stromleitungen wie Freileitungen und Erdkabel, die dazugehörigen Einrichtungen wie Schalt- und Umspannwerke sowie die wiederum daran angeschlossenen Kraftwerke und Verbraucher gefasst. Diese ganzen Einrichtungen sind nötig, um den Strom unter anderem zu Privathaushalten, öffentlichen Einrichtungen und als Gewerbestromzu den Betrieben zu leiten.

Das Stromnetz wir dabei ganz allgemein weiter in Verbundnetz und Inselnetz unterschieden: Als Verbundnetz wird ein großes, geografisch benachbartes und elektrisch verbundenes Stromnetz bezeichnet. Woher die Energie kommt, die unter anderem über Verbundnetze im ganzen Land verteilt wird, und wie sie genau erzeugt wird, können Sie in unserem Blogbeitrag „Energieerzeugung in Deutschland: Woher kommt unser Privat- und Gewerbestrom?“ nachlesen. Inselnetze sind im Vergleich dazu kleine, räumlich getrennte Stromnetze. Im Alltag treffen wir immer wieder auf solche Inselnetze – wie etwa das 12 V DC Netz im Auto, das 60Hz Netz auf Schiffen oder das 400Hz Bordnetz in Flugzeugen. Auch die Netze von U-Bahnen, S-Bahnen und Straßenbahnen gehören zu den Inselnetzen. Das wohl größte von ihnen mit einer bundesweiten Ausdehnung ist das Netz der Deutschen Bahn.

Verbindung der Netze

Ob Gewerbestrom oder Strom für Privatverbraucher – üblicherweise umfasst unser Stromnetz vier Spannungsebenen und wird mit Dreiphasenwechselstrom – auch Drehstrom genannt – betrieben. Der Name rührt daher, dass Drehstrom aus drei Wechselströmen oder Wechselspannungen mit der gleichen Frequenz besteht, die in Phasenwinkeln um 120 Grad zueinander verschoben sind. Da die unterschiedlichen Netze verschiedene Spannungsebenen haben, sind Transformatoren nötig, um die Netze miteinander zu verbinden. Diese Transformatoren sind in so genannten Umspannwerken installiert. Damit Strom durch und zu Netzen mit gleicher Spannungsebene fließt, werden Schaltanlagen genutzt.

Zahlen und Fakten zum Stromnetz in Deutschland

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Unterschiedliche Netzspannungen in Deutschland

36.000
Kilometer Gesamtlänge der großen Übertragungsnetze

1.100.000
Kilometer Niederspannungsnetz, über das der Strom an Endverbraucher verteilt wird

Die Betreiber der Stromnetze: Das sind die Unterschiede

Für die Stromnetze zuständig sind die Stromnetz-Betreiber. Sie werden in Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber unterschieden. Während Übertragungsnetzbetreiber Strom über große Entfernungen transportieren, sind für den Endkunden die Verteilnetzbetreiber besonders wichtig, da sie den Strom „bis zur Tür“ liefern. Meist ist der Netzbetreiber einer Region auch der dortige Grundversorger – in der Regel also die Stadtwerke. In Deutschland gibt es mittlerweile über 900 solcher Verteilnetzbetreiber. Worin genau die Unterschiede zwischen Übertragungs- und Verteilnetz liegen, haben wir im Folgenden noch einmal detaillierter zusammengefasst:

Übertragungs- und Verteilnetz: Die verschiedenen Netzarten und deren Funktionen

Während Übertragungsnetze Höchstspannung transportieren, wird über die Verteilnetze Hoch- Mittel- und Niederspannung geleitet. Wenn der Strom mittels Übertragungsnetzen weite Strecken überbrücken muss, geschieht das in der Regel über Freileitungen. Diese sind ein gängiges Bild in der deutschen Landschaft und sicher jedem Verbraucher – egal ob man Strom für Gewerbe oder Privathaushalte bezieht – vertraut. Anders sieht es bei den Verteilnetzen aus: Dort sind Erdkabel üblich, da sie weniger Platz in Anspruch nehmen und vor Umwelteinflüssen besser geschützt sind. Darüber hinaus gibt es Leitungen für hochgespannten Gleichstrom – die sogenannten „Stromautobahnen“ – über die besonders häufig Energie über Seekabel übertragen wird.

Über das Übertragungsnetzwird die von Kraftwerken erzeugte und ins Netz eingespeiste Energie mittels Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung (engl. HVAC) deutschlandweit an sogenannte Leistungstransformatoren übertragen. Das Übertragungsnetz ist dabei auch an das internationale Verbundnetz angeschlossen.

Das Verteilnetz sorgt dann für die feinere Verteilung elektrischer Energie. Die Leitungen führen dann zum Beispiel in die unterschiedlichen Regionen und Ballungszentren inklusive deren Umspannwerken sowie zu großen Industriebetrieben. Damit wird dann also sowohl Strom in Haushalte als auch Gewerbestromund Industriestromtransportiert. Worin dabei überhaupt der Unterschied zwischen Gewerbestrom und Industriestrom sowie Energie für Privatkunden besteht, erfahren Sie gleich hier auf unserem Blog.

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