Gewerbestrom vs. Privatstrom – Die wichtigsten Unterschiede und Sparpotentiale

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, , Privatstrom – Was hat es mit diesen Begriffen eigentlich auf sich und wo liegen die Unterschiede? Zunächst: Der Strom selbst ist dabei natürlich immer der gleiche. Erhebliche Unterschiede gibt es jedoch bei den Konditionen, der Zusammensetzung der Endpreise sowie der Abrechnung. Wir stellen die Unterschiede zwischen Angeboten für Gewerbestrom und Privatstrom vor und erklären, wo die größten Sparpotenziale liegen.

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Die drei wesentlichen Unterschiede zwischen Gewerbestrom und Privatstrom

Unter dem Begriff Gewerbestrom grenzen Energieversorger die Stromversorgung von Unternehmen gegenüber der von Privatkunden ab. Durch spezielle Stromtarife für Unternehmen können Energieversorger den individuellen Bedürfnissen von Gewerbekunden – etwa einem höheren Verbrauch oder einem individuellen Verbrauchsprofil – gerecht werden. Industrieunternehmen haben unter den Gewerbekunden in der Regel die höchste Abnahmemenge. Daher wird für ihren Strombezug häufig auch der Begriff Industriestrom als Unterkategorie des Gewerbestroms verwendet. Unterschiede zwischen Privatstrom und Gewerbestrom – ob für Industrie- oder sonstige Unternehmen – gibt es vor allem auf drei Ebenen:

1. Verbrauch und Konditionen für Gewerbestrom

In erster Linie ausschlaggebend für die Unterscheidung zwischen Gewerbestromund Privatstrom ist der wesentlich höhere Verbrauch von Gewerbebetrieben. Während Privathaushalte meist zwischen 1.000 und 5.000 kWh jährlich verbrauchen, sind die Strom-Abnahmemengen bei Gewerbetreibenden um ein vielfaches höher und Verbräuche bis 10.000.000 kWh und mehr keine Seltenheit. Zudem unterscheiden sich auch die Abnahmezeiten: Zu welcher Zeit und wie konstant der Strom über den Tag verteilt beim jeweiligen Gewerbe verbraucht wird, ist ausschlaggebend dafür, wie die Stromanbieterfür Gewerbetreibende kalkulieren. In der Regel wird Strom für Gewerbe– anders als bei Privatkunden – zu einem Sondertarif angeboten. Dieses Angebot wird individuell beim Energieversorger angefordert und dann speziell für das jeweilige Unternehmen berechnet. Bei Uniper Direkt erhalten Unternehmen mit einem Verbrauch ab 100.000 kWh online ein individuelles Stromangebot in nur 60 Sekunden.

Der Gewerbe- und Industriestrompreisist in der Regel günstiger als der für Privatkunden. Dabei gibt es jedoch erhebliche Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Die Wahl des passenden Stromanbietersfür Gewerbestrom kann demensprechend ein großes Einsparungspotenzial darstellen.

2. Zusammensetzung der Gewerbe- und Industriestrompreise

Grundsätzlich ist die Zusammensetzung der Gewerbe- und Industriestrompreiselaut Bundesnetzagentur ähnlich wie bei Privathaushalten (Stand 2016):

  • 24 % Leistung des Energieanbieters
  • 48 % Staatliche Steuern und Umlagen
  • 28 % Netzentgelte des Netzbetreibers

Bei Stromfür Gewerbekundengibt es jedoch Sonderregelungen bei Netzentgelten, Umlagen und Steuern. Dadurch sinkt der Anteil der Steuern und Umlagen oft auf nur 15 bis 30 Prozent – statt fast 50 Prozent bei Privathaushalten. Im Verhältnis gesehen, steigt damit der Anteil, den die Leistung des Energieanbieters ausmacht. Damit wird die Auswahl eines günstigen Stromanbieters für Gewerbeumso wichtiger. Mehr über die Zusammensetzung der Strompreise erfahren Sie im Blogbeitrag „Strompreise für Gewerbe und Industrie“

3. Verbrauchsmessung und Abrechnung

Privatverbraucher buchen in der Regel einen Standard-Tarif und bezahlen monatlich einen festen Preisabschlag als Pauschale vorab. Mit der Jahresendabrechnung erhalten sie dann die Information über die Zahlungsdifferenz und müssen entweder nachzahlen oder erhalten eine Rückzahlung. Gleiches gilt bei Stromfür kleinere Gewerbekunden. Wie bei einem Privathaushalt wird dann der Stromverbrauch des Gewerbes über einen Zähler ermittelt und einmal im Jahr abgelesen.

Bei größeren Stromverbrauchern erfolgt die Messung des Lastgangs hingegen über eine registrierende Leistungsmessung (). Sie beschreibt einen Messvorgang, bei dem Daten des Kunden automatisch im 15 Minuten-Takt an den Verteilungsnetzbetreiber übermittelt werden. Diese Daten dienen dann als Basis für die Abrechnung von Gewerbestromund Industriestrom. Diese erfolgt – im Gegensatz zur jährlichen Abrechnung mit monatlichen Abschlägen – auf Monatsbasis entsprechend des tatsächlichen Verbrauchs.

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Wer kann überhaupt Gewerbestrom beziehen?

Für die meisten Kunden ist eindeutig, ob sie Stromals Gewerbekunde oder privat beziehen: Denn wer ein Gewerbe angemeldet hat – zum Beispiel in Industrie und Handwerk –, ist ganz sicher ein Gewerbekunde. Es gibt jedoch Abnehmer, bei denen das nicht direkt klar ist – etwa Freiberufler oder Vereine. Diese können häufig selbst wählen, ob sie Privatstrom oder Stromals Gewerbekunde beziehen möchten. Uniper Direkt beliefert Kunden mit einem Mindestverbrauch von 100.000 kWh/a und einem RLM-Zähler mit Gewerbestrom.

Bei Gewerbestrom lohnt sich ein Anbietervergleich besonders

Eine Gemeinsamkeit gibt es jedoch beim Stromfür Gewerbekundenund Privatkunden: Ein regelmäßiger Anbietervergleich hilft, bares Geld zu sparen. Das gilt bei Gewerbekundenund Industriekunden dabei noch einmal mehr. Denn schon Einsparungen von wenigen Cent pro kWh Stromkönnen bei Gewerbeunternehmen mit hohem Verbrauch erhebliche Auswirkungen haben und den Gewerbe- und Industriestrompreisdrastisch senken. Um aus der Vielzahl an Angeboten den besten Tarif zu wählen, empfiehlt sich deshalb ein Gewerbestrom-Vergleich. Dabei ist es wichtig, immer nur den reinen Energiepreis zu vergleichen – Netzentgelte, Umlagen und Steuern sind bei allen Anbietern gleich.

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