Emissionsarme Stromerzeugung mit Erdgas: Wie macht Erdgas eine nachhaltige Energieversorgung möglich?

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Deutschland hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesteckt: Bis 2020 sollen die jährlichen Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent sinken. Gleichzeitig soll der Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch bis zum Jahr 2025 um 40 bis 45 Prozent gesteigert werden. Heute kommen aber nur etwa 38 Prozent unseres Stroms aus regenerativen Quellen (Brutto-Stromerzeugung, AG Energiebilanzen). Der Rest der Stromerzeugung läuft noch immer mehrheitlich über emissionsstarke Energieträger. Dabei müsste das nicht so sein. Warum Erdgas ein wichtiger Schlüsselfaktor für den Emissionsabbau ist und wie Gaskraftwerke zur Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen können, beantworten wir in diesem Blogbeitrag.

Erdgas als Schlüsselfaktor für das Gelingen der Energiewende

Bis 2050 sollen ca. 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus regenerativen Energien stammen. Erneuerbare Energien unterliegen allerdings großen Schwankungen. Vor allem Sonnen- und Windenergie müssen sich mit dem Problem der Witterungsabhängigkeit und der Speicherbarkeit auseinandersetzten. Beispielsweise schwankt das Leistungsangebot von Windenergieanlagen stark mit der Wetterlage. Sonnenenergie steht nur tagsüber und nicht bei jedem Wetter zur Verfügung. Eine nachhaltige Energieversorgung für Industriestrom muss dennoch gewährleitet werden. Daher müssen drei Dinge sichergestellt werden:

1. Sichere Energieversorgung

2. Effizienz

3. Preisstabilität

Erdgas kann – als Ergänzung zu Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse – eine stabile und nachhaltige Energieversorgung mit Industriestrom sicherstellen und ist daher ein Schlüsselfaktor für das Gelingen der Energiewende. Denn Gaskraftwerke sind flexibel und der Brennstoff dezentral einsetzbar und klimaschonend. 

Damit ist Erdgas ideal geeignet, um die nachhaltige Energieversorgung aus Erneuerbaren Energiequellen zu ergänzen. Die dena-Leitstudie „Integrierte Energiewende“ geht davon aus, dass Erdgas im Jahr 2050 das Back-up für die Erneuerbare Energie im Rahmen einer nachhaltigen Energieversorgung darstellen wird. Aus diesem Grund spielt Erdgas auch zur Kompensation des Atom- und Kohleausstiegs eine wichtige Rolle.

Erdgas als klimafreundliche Lösung

Aber warum eignet sich gerade Erdgas als fossiler Brennstoff für eine nachhaltige Energieversorgung? Denn fossile Brennstoffe sind für einen Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zwischen diesen gibt es aber große Unterschiede. Im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdöl ist die Gewinnung und Verarbeitung von Erdgas besonders umweltfreundlich: Die CO2-Emissionen pro erzeugter Kilowattstunde sind bei Erdgas erheblich niedriger als bei anderen fossilen Brennstoffen. Daher ist Erdgas besonders geeignet, um als Back-up für eine nachhaltige Energieversorgung zu dienen. Dies gilt besonders bei der Stromerzeugung in Gas-und-Dampfkraftwerken (GuD). Bei der Verfeuerung von Braunkohle entstehen pro Kilowattstunde elektrischer Energie 0,36 kg Kohlendioxid, bei Steinkohle 0,34 kg Kohlendioxid. Bei einem Erdgas-GuD-Kraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 60% sind es hingegen nur 0,2 kg Kohlendioxid. 

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Moderne Gaskraftwerke mit hohem Wirkungsgrad

Der aktuell noch sehr hohe Anteil an emissionsstarken Energieträgern wie Kohle wäre dabei durchaus vermeidbar: Gaskraftwerke weisen beispielsweise gegenüber Kohle eine bessere CO2-Bilanz sowie einen deutlich höheren Wirkungsgrad auf und stehen bereit. Sie könnten bereits jetzt eine nachhaltige Energieversorgung unterstützen. Gaskraftwerke können außerdem innerhalb kürzester Zeit hoch und runter geregelt werden, um Laständerungen oder Engpässe bei Bedarf auszugleichen. Die volatile Einspeisung von Erneuerbaren Energien ins Stromnetz kann so ausgeglichen und Versorgungssicherheit sichergestellt werden.

Um die ehrgeizigen Klimaziele und eine nachhaltige Energieversorgung schnell und kosteneffizient zu erreichen, wird nach aktuellen Studien der Anteil der Gaskraftwerke an der Bruttostromerzeugung ansteigen müssen. Der Einsatz von Gaskraftwerken kann so langfristig zum Kohleausstieg beitragen.

Power-to-Gas-Technologie: Erdgas als Batterie der Energiewende

Power-to-Gas gilt als eine der wichtigsten Technologien für den Erfolg der Energiewende und eine nachhaltige Energieversorgung. Mit dieser Technologie wird Erdgas zum langfristigen Speicher für überschüssig produzierte Wind- und Solarenergie. Während des chemischen Prozesses wird überschüssige Erneuerbare Energie genutzt, um Wasser mithilfe von Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen. Der Wasserstoff wiederum wird einem Methanisierungsreaktor zugeführt. Das so gewonnene synthetische Erdgas kann dann ins Erdgasnetz eingespeist werden. Auf diese Weise kann die witterungsabhängige Stromerzeugung der Erneuerbaren Energien effektiv ausgeglichen und eine nachhaltige Energieversorgung gewährleistet werden. 

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Uniper Direkt bietet Ihnen bereits jetzt die Möglichkeit, in der Öko-Option Ökostrom aus 100 % Wasserkraft zu beziehen. Auch der reguläre Strommix wird dank des hohen Anteils an Wasser- und Gaskraftwerken am Kraftwerkspark immer klimafreundlicher. Etwas für die Umwelt zu tun, ist so auch für Ihr Unternehmen ganz einfach. 

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